Wir sind mehr
Bündnis Diepholz

Über Uns 

„Wir sind mehr“


Europa steht vor einem erschreckenden Wandel. Alltagsrassismus und offene Menschenverachtung werden gesellschaftsfähig. Vieles, was gestern noch undenkbar war und als unsagbar galt, ist kurze Zeit später Realität. Humanität und Menschenrechte werden in Frage gestellt. Dadurch geht das Sterben im Mittelmeer immer weiter. Ein Rassismus mit tödlichen Folgen wächst überall in Europa. Religionsfreiheit und Rechtsstaat werden offen angegriffen. So vollzieht sich in unserem Land und in vielen Ländern Europas eine immer massivere antidemokratische, menschenfeindliche, völkische und rechtsnationalistische Mobilisierung. Europa ist von einer Stimmung der Entsolidarisierung und Ausgrenzung erfasst. Kritik an diesen unmenschlichen Verhältnissen wird gezielt als realitätsfremd diffamiert. Auf dem Rücken derer, die in Not sind, tobt ein politischer Machtkampf, der eine bittere Wahrheit ans Licht bringt: Die beschworene Krise der Migration ist in Wirklichkeit eine Krise der Demokratie. In dieser Situation sind wir alle aufgefordert, Stellung zu beziehen. Niemand kann sagen, nichts gewusst zu haben. Die in Seenot Geratenen sind auf unser Hinsehen, unsere Hilfe angewiesen. Die Hetzjagd auf vermeintlich Fremdes und Andersdenkende vollziehen sich in unserem Land, der Rechtsruck bedroht unsere Freiheit! Es ist Zeit, aufzustehen und NEIN zu sagen zur Verweigerung von Hilfe und JA zur Seenotrettung und zu sicheren Fluchtrouten! Es ist Zeit, aufzustehen und NEIN zu sagen, aktiv Widerstand zu leisten gegen die stetige Verschiebung der politischen, gesellschaftlichen und moralischen Koordinaten nach rechts.

 „Wir sind mehr“ und wir sagen laut und deutlich „Nicht mit uns“ … 

Es ist die Zeit gekommen, sich zu entscheiden; Passiv bleiben oder handeln? Ob in Organisationen von Geflüchteten und in Willkommensinitiativen, in Gewerkschaften oder in Verbänden, ob in NGOs und Religionsgemeinschaften, ob in queer-feministischen, antirassistischen und antifaschistischen Gruppen, ob in Migrant*innenorganisationen, ob in Schulen, Jugendzentren, Vereinen und Nachbarschaften – wir sind an vielen Stellen vor Ort im Landkreis aktiv, wir setzen uns zur Wehr gegen Diskriminierung, gegen die Kriminalisierung der Seenotrettung und widerstehen allen Versuchen der Ausgrenzung


Dafür setzen wir uns ein


  • Wir treten in unserem regionalen Umfeld und in unserem Land für eine offene und solidarische Gesellschaft ein, in der Menschenrechte unteilbar, in der vielfältige und selbstbestimmte Lebensentwürfe und soziale Gerechtigkeit selbstverständlich sind.
  • Wir stellen uns offensiv gegen jegliche Form von Diskriminierung und Hetze. Gemeinsam treten wir verstärktem Antisemitismus, antimuslimischem Rassismus, Antiziganismus, Antifeminismus, Homophobie und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit entschieden entgegen.
  • Wir wollen nicht zulassen, dass Ausgrenzung und Populismus, antidemokratische Strukturen und völkischer Nationalismus immer mehr politische Realität werden.
  • Wir wollen uns einsetzen für einen Landkreis, der sich zum sicheren Hafen für Geflüchtete erklärt.
  • Wir stellen uns gegen den voranschreitenden Rechtsruck, wir gehen in die Öffentlichkeit und auf die Straße gegen das anhaltende Sterben, gegen die autoritäre Formierung, für das Ende der Gewalt! 
  • Wir wenden uns aktiv gegen all die Organisationen und Gruppierungen im Landkreis, die für nationalen Egoismus und völkisches Deutschtum verantwortlich sind.
  •  Wir stehen in unserem sozialen Umfeld ein für Solidarität und Menschlichkeit, stehen ein für gelingende Integration, für Neugier, Freundschaft und gelebte Demokratie.
  • Wir stehen ein für das Recht auf Schutz und Asyl und wenden uns aktiv gegen die Abschottung Europas!